Der Microsoft Schweiz GmbH obliegt die Projektleitung für security4kids (www.security4kids.ch). Partner der Initiative sind neben Microsoft der Security-Software-Hersteller Symantec, die Schweizer Computerzeitschrift PCtipp, das Schweizer Bundesamt für Berufsbildung und Technologie BBT sowie verschiedene Schweizer Verbände, Organisationen und Aktionen. Mit security4kids verschafft sich Microsoft Zugang zu den Schweizer Schulen. Der Konzern tritt als kompetenter Ratgeber für die Lehrerinnen und Lehrer auf und will sie für seine "Teachers Academy" gewinnen. So genannte "Sicherheitsagenten" vermitteln Mittelstufenschülerinnen und -schülern ihre "Sicherheitslektion". Auf der Website findet sich u.a. eine "Sicherheits-Checkliste", die sich an Lehrerinnen und Lehrer sowie Eltern richtet, mit Empfehlungen wie "Achten Sie darauf, dass die Windows Firewall unter Windows XP auf allen Internet-Netzwerkverbindungen aktiviert ist." und "Aktivieren Sie bei Nutzung des Internet Explorers den Inhaltsratgeber." Der Bereich für die Eltern wird mit einem Dialog zwischen Herrn und Frau Steiner eingeleitet. Sie sagt in einer Sprechblase: "Das ist mein Mann Hans. Er glaubt, dass er besser Bescheid weiss über Computer als ich." Zur "Sicherheit im Internet" äussert Frau Steiner die Vermutung, der beste Schutz sei "der gesunde Menschenverstand". Für die Kinder und Jugendlichen stehen Web-based Trainings zur Verfügung. Darin werden - etwa in der "Rom-Gruppe" - auch Microsoft-Produkte genannt. Aus dem Training heraus wird auf eine Webseite von Microsoft mit Informationen zu Viren und Würmern verlinkt. Der Verfasser dieses Beitrags fordert ein neutrales und seriöses Angebot für die Schweizer Kinder und Jugendlichen im Bereich der Medienkompetenz und -kritik und bietet seine Mithilfe beim Aufbau an.